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Viele junge Leute erwischen ein schlechtes Praktikum, in dem sie nichts lernen, dafür aber vor allem die Spülmaschine ausgeräumt, das Toilettenpapier nachgefüllt und Akten kopiert haben. Oder sie müssen an einem einsamen Schreibtisch sitzen und gegen die andauernde Langeweile ankämpfen. Liest man in Internetforen die Berichte solch gebeutelter Praktikanten fällt auf, dass vor allem bei Architektenbüros, Medien-Unternehmen und in der Öffentlichkeitsarbeit die häufigsten negativen Erfahrungen gemacht wurden.
Die große Frage ist: Wie soll man sich verhalten, wenn das Praktikum zum Schreckerlebnis wird? Die erste Antwort wäre wahrscheinlich, sich zu wehren. Seinem Unmut Luft zu machen und den unfähigen Kollegen einmal die Meinung zu sagen. Oder gleich zu kündigen. Viele Praktikanten werden nun aber – zu recht – widersprechen, dass das Ganze aber so einfach auch wieder nicht ist.
In der Tat sprechen mehrere Faktoren dafür, die einen daran hindern, einmal gewaltig auf den Tisch zu hauen. Da ist der Wunsch, am Ende der investierten Zeit auch ein ordentliches Zeugnis zu bekommen. Das gibt es nur, wenn der Chef einen mag. Arbeitet man in einer Branche, in der es vor allem auf gute Praxiserfahrungen ankommt, ist es natürlich umso wichtiger, ein akzeptables Zeugnis zu bekommen.
Der zweite Faktor: Das Gesetz gibt nicht eindeutig vor, wie ein Praktikant zu behandeln ist. Festgeschrieben ist etwa der Anspruch auf Urlaub und ein Zeugnis am Ende. Nicht dagegen, ob ein Praktikant auch Aufgaben bewältigen muss, die nichts mit seiner eigentlichen Arbeit zu tun haben. Wer ihm sagt, was er zu tun hat. Experten raten Uni-Absolventen sogar dazu, kein Praktikum nach dem Studium anzuschließen, um sich so vor Ausbeutung zu schützen. Eine Einschränkung gibt es dabei aber auch: Wenn es darum geht, sich in eine ganz andere Richtung noch einmal weiterzubilden.





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